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In 18 Portraits werden Menschen, die sich weiblich erfahren (haben), und auf St.Pauli gewirkt haben, vorgestellt. An diesen Personen soll die Vielfalt und Diversität St.Paulis, die seit jeher ‚Markenkern‘ des Viertels ist, dargestellt werden. Gleichzeitig soll Geschichte und die Geschichten der Bewohner:innen gesichert und archiviert werden.

 

Von der vergessenen Amüsierdame, die von den Nazis als ‚asozial‘ verfemt wurde zu den Wirt:innen auf dem Hamburger Berg, von den Darsteller:innen von Weiblichkeit in den Cabarets und Shows zu den sozial, politisch und/oder künstlerisch engagierten Personen. All dies soll in diesen 18 Portraits dargestellt werden.

 

18 Weiblichkeiten – 18 beeindruckende sich weiblich erfahrende Persönlichkeiten. Seit Mitte der 1850er Jahre gibt es für den Bereich rund um den Hamburger Berg die Bezeichnung „St.Pauli“. Dies entspricht 18 Dekaden einer wechselvollen Geschichte in diesem besonderen Viertel Hamburgs und hier sind die ersten 18 Persönlichkeiten, die für St.Pauli stehen.

Weitere Geschichten der Bewohner:innen St.Paulis werden in unserem digitalen Archiv gesammelt und gesichert werden.

Uns ist bewusst, dass historisch rückwirkendes Gendern schwierig ist. Historische Personen gendern wir so, wie sie in Zeitdokumenten gegendert wurden. Ausnahmen sind explizit geschlechtlich uneindeutige Figuren. 

Über das Feminité und St.Pauli

Seit Jahrhunderten tickt St.Pauli rund um den Hamburger Berg anders: Als ‚Große Freiheit‘ für verschiedene Religionen und für Menschen aller Länder, als freizügiger Ort für Lust und Freude, bietet St.Pauli den unterschiedlichsten Menschen und ihren Träumen und Hoffnungen einen Ort. Das hier auch soziale Experimente probiert werden, ist nur logisch: von den Hausbesetzungen zu Park Fiction, von Kunstkommunen zu Urban Gardening: St.Pauli wird als Experimentierfeld für die unterschiedlichsten sozialen und künstlerischen Utopien genutzt.

 

Gleichzeitig ist die Reeperbahn das Sinnbild der Kommerzialisierung von Lust, Begehren, dem weiblichen Körper. In diesem Umfeld ist die Rolle des Weiblichen, der Frauen, der Transsexuellen, aller sich weiblich definierender Menschen besonders: Als sowohl ausgebeutete Objekte als auch selbstbewusste Akteur:innen in der Sex-Industrie, als Macher:innen und Inspirationsgeber:innen für Lebenskonzepten und soziale Utopien, als Kämpfer:innen gegen die Nazis oder als politische Aktivist:innen. Weiblichkeit auf St.Pauli ist einfach anders, hat automatisch einen anderen Bedeutungsraum und wird besonders gelebt.

 

Dies ermöglicht dem Kollektiv des FEMINITÉ-Museums einen besonderen, analytischen, diskursorientierten, warmherzigen, inklusiven Blick auf das Weibliche und die Chance hier auf St.Pauli etwas zu wagen, dass es so noch nicht gibt: FEMINITÉ - Das Weiblichkeitenmuseum auf St.Pauli! 

18 Weiblichkeiten – 18 beeindruckende sich weiblich erfahrende Persönlichkeiten

Veranstalter:in

Kabinett der schönen Künste e.V. 

Künstlerische Leitung und Projektmanagement

Ana Amil und Didine van der Platenvlotburg

 

Kommunikation und Marketing

Daria Majewski

Presse - & Öffentlichkeitsarbeit

Didine van der Platenvlotburg

 

Digitalisierung, Realisation und Web Design

Ebru Durupınar

Wissenschaftliche Leitung und Autorin

Wiebke Johannsen

 

Lektorat

Jakob Michelsen

Ausstellungsarchitektur 

Benni Bo

Kooperationspartner:innen

St. Pauli-Archiv e.V.

Frauenmuseum Berlin e.V.

Schwules Museum 

Forum Queeres Archiv München e.V.

St. Pauli Theater

Bertram Rotermund

Eckart Bühler

Alfred Töpfer Stiftung

Gefördert durch

Fonds Soziokultur- Neustart Kultur

Landeszentrale für politische Bildung Hamburg